Oberwies

ein waldreiches und hügeliges Landschaftsbild prägt die kleine Gemeinde auf den Taunushöhen

Mit 165 Einwohnern zählt Oberwies, 335 Meter ü. d. M. gelegen, zu den kleineren Gemeinden der Verbandsgemeinde. Zur Ortschaft gehört der bereits im 14. Jahrhundert erwähnte Hof Gieshübel, der zum Besitz des Stein’schen Geschlechts gehörte, ebenso der außerhalb gelegene Ortsteil „Höfe Dörstheck", der erst 1936 aus Lahnsteiner Besitz zu Oberwies kam. Als Wappentier führt die Gemeinde den Eber auf Eichenlaub. Während die Eiche als Symbol für die waldreiche Landschaft gilt, ist der Eber auf die ursprüngliche Version des Ortsnamens „Eberwies" zurückzuführen. In den 70er Jahren hat die Gemeinde, vor die Wahl von Abriss oder Renovierung gestellt, sich entschieden, das alte Backhaus des Dorfes zu erhalten. Somit konnte das rustikale Backen von unverfälschtem Bauernbrot im alten Backhaus als Tradition erhalten werden. Seit dieser Zeit wird jährlich am ersten Augustwochenende das „Backesfest" veranstaltet, wo sich jedermann vom unverwechselbaren Geschmack eines echten Steinofen-Roggenbrotes überzeugen kann. Inzwischen ist das „Oberwieser Backesbrot" weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus bekannt und beliebt. Ein zweites, aus dem vorigen Jahrhundert stammendes Fachwerkbackhaus wurde am Hof Gieshübel restauriert.